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Interview mit Herbert Meneweger -
die meist gestellten Fragen:

1. Warum tun Sie sich "sowas" an?
2. Thema "innerer Schweinehund"?
3. Wie bringen Sie Ihren Beruf und die Partnerschaft mit dem Extremsport "unter einen Hut"?
4. Was ist für Sie Erfolg?
5. Was sind Ihre nächsten Ziele?
6. Was sagt Ihre Frau dazu?
7. Wieviel Zeit verwenden Sie für das Training?
8. Gibt es einen speziellen Trainingstipp den Sie hier weitergeben wollen?
9. Was ist Ihnen im Leben am wichtigsten?
10. Und was ist dann mit der so oft erwähnten Harmonie?
11. Was ist für Sie der Sinn des Lebens?
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1. Warum tun Sie sich "sowas" an?
Das ist wohl die "1er-Frage" die einfach kommen muss. Bevor ich sie beantworte, will ich darauf eingehen warum sie überhaupt gestellt wird.
Ich glaube, diese Frage kommt aus einem tief liegenden Bedürfnis nach dem Außergewöhnlichen - es vielleicht selbst machen zu wollen, aber zumindest dieses schwer Vorstellbare zu erfassen. Schade ist eigentlich, weshalb keiner so gefragt wird, der tagtäglich um 6Uhr sich aus dem Bett aufrafft, in die Arbeit schleppt, sich über den Werktag rettet, um nach einem öden Fernsehabend ins Bett zu fallen. Solche Stereotypie wird als "normal" nicht hinterfragt, obwohl gerade hier diese Selbstkonfrontation wichtig und eine Chance zur Kehrtwende wäre.
Schon Reinhold Messner hat gesagt: "Ich steige auf die Berge weil sie da sind".
Auch ich mache diese Extrem-Rennen, weil sie da sind und ich sie als Herausforderungen für mich annehme.
Mir macht es ganz einfach Spass!

2. Thema "innerer Schweinehund"?
Der sogenannte "innere Schweinehund" ist ein Teil von mir. Ich kämpfe nicht gegen ihn, das wäre schizophren, denn dabei kämpfte ich doch gegen einen Teil von mir selbst. Ich habe gelernt mich mit ihm zu arrangieren. Kann ich seinen Einfluss in gewissen Hochleistungsphasen keineswegs brauchen, dann "spreche" ich mich mit ihm ab, dass er mich vorrübergehend ungestört agieren läßt. Dafür kriegt er danach seinen Freiraum, zB in tagelangem Extrem-Coaching, "lazy sundays"... Unsere "deals" gelingen immer besser, das ist ein wesentlicher Teil meiner Methoden.
Den "inneren Schweinehund" genau kennenzulernen ist Vorraussetzung für ein wohltuendes Miteinander.

3. Wie bringen Sie Ihren Beruf und die Partnerschaft mit dem Extremsport "unter einen Hut"?
Das ist für mich tatsächlich die große Herrausforderung. Ich sehe das als optimal angewandtes Zeitmanagement. Dabei beobachte ich sehr oft theoretische Ansätze, die in der Praxis "schrecklich" daneben gehen. Seit Jahren habe ich hingegen eigene Techniken entwickelt, die sich offenbar bewähren. Erfolgreiches Zeitmanagement ist für mich ständige Harmonie von Körper, Geist und Seele - bei allem Tun, im Moment und bei allem was ich plane - im Einklang mit dem Beruf und meiner Umgebung.

4. Was ist für Sie Erfolg?
Meine Träume zu realisieren - zu einem vertretbaren Preis.
Damit das keine leere Worthülse ist, soll ein "Erfolgstrainer" jahrelang diese Grundsätze im Grenzbereich selbst leben und ausreizen - nur dann kann er solche Erfahrungen authentisch weitergeben. Ich vermittle Wege zum Erfolg in meinen Seminare sehr gerne - mich motiviert die Weitergabe an willige Teilnehmer, und was diese daraus machen. Denn das ist sehr interessant, Erfolg ist für jeden etwas anderes - jeder hat andere Träume.

5. Was sind Ihre nächsten Ziele?
Ich habe einige Träume, "Visionen" wenn Sie so wollen, die geistern immer irgendwo durch meine Gehirngänge. Aus diesem Fundus fasse ich mir immer wieder Ziele heraus, die ich dann mit aller Konsequenz angehe.
Mir ist es wichtig, ein Ziel nach dem anderen anzugehen. Abweichende Vorgangsweisen stellen sich zu oft als ewige Traumtänzereien heraus.

6. Was sagt Ihre Frau dazu?
Viel!
Wir reden sehr viel miteinander. Denn es ist mir sehr wichtig, dass sie zumindest meine Ansichten gut kennt, und meine Ziele akzeptiert. Vor zwei Jahren habe ich in Absprache mit ihr meine sehr zeitintensive Radfahrkarriere beendet, zum einen weil ich alles Wesentliche in diesem schönen Sport für mich erreicht habe, und andererseits wieder mehr Zeit für meine Frau haben wollte. Wir geniessen dieses Plus seit dem sehr.
Außerdem, seit Lilijana hinzugekommen ist, ist für die nächsten Jahre das Familienleben oberste Priorität.

7. Wieviel Zeit verwenden Sie für das Training?
Weniger als die meisten glauben.
Mit der kugus-Methode habe ich meine Prioritäten besser in der Hand, und mache meist nur die richtigen Dinge, und diese wiederum richtig. Wenn man weiß, was man braucht, dann bleibt mehr Energie für das Essentielle.
Auch Kreativität ist ein wichtiger Aspekt der mir hilft das Training ökonomisch unterzubringen. So verwende ich jetzt zum Beispiel viele Wege, die manch einer sonst mühselig mit dem Auto macht, laufender Weise: in die Arbeit, zum Friseur, ins Geschäft...
Wer das kommentiert mit: "Bei mir geht das aber nicht weil..." hat dringenden Bildungsbedarf

8. Gibt es einen speziellen Trainingstipp den Sie hier weitergeben wollen?
Aus den vielen Tipps die ich gerne weitergebe, möchte ich den richtigen Umgang mit dem Pulsmesser hier nennen. So wichtig es nämlich ist einen Pulsmesser zu haben, so wichtig ist es ihn mit der Zeit immer seltener zu verwenden. Sonst wird man abhängig davon und kann nicht sein eigenes Gefühl entwickeln, und gerade das ist es was einen guten Trainingsfortschritt ausmacht.
Nach 2 Monaten nur mehr jedes 2.Training einen Pulsmesser verwenden, nach einem halben Jahr nur mehr einmal in 2 Wochen, nach einem Jahr nur mehr fallweise!

9. Was ist Ihnen im Leben am wichtigsten?
Gesundheit und Familie.

10. Und was ist dann mit der so oft erwähnten Harmonie?
Das ist eine Grundvoraussetzung, sonst gibt es keine Gesundheit und Partnerschaft.
Aber das Wort Harmonie wird oft missverstanden. Es heißt nicht Stillstand, sich keiner Belastung auszusetzen, nicht "ewiger-Sonntag-Nachmittag", nicht dieser lauwarme Brei von überbequemer Gelassenheit, bestenfalls gepaart mit Pseudomaßnahmen für das Wohlbefinden. Damit meine ich isolierte, eingekaufte "Zauberdinge" wie, dort ein Wunderkettchen, da eine Yoga-Sitzung, oder eine Wellnessmaßnahme. Da ist der Wunsch der Vater des Gedanken, dass ohne weitere Aktivität die ich selbst einfach vollführen muss, etwas Positives passiert.
Wirkliche Harmonie will verdient sein, bewusst und aktiv selbst herbeigeführt. Dabei ist es wichtig das System Körper, Geist und Seele "elastisch" zu halten. Das passiert eben nicht durch Passivität und Vertrauen oft irgendwelche Gurus.

11. Was ist für Sie der Sinn des Lebens?
Jeden Moment bewusst zu erleben, auch wenn meine Entscheidung zwischendurch einmal ist, mich "hängen" zu lassen. Darüber hinaus einen Lebenssinn zu suchen, finde ich überflüssig:
"Am Leben zu sein" - ist an und für sich Sinn genug.

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