Leseprobe zum Buch "kugus":
Der Orange-Effekt
Haben Sie schon gewusst, dass es eine Farbe gibt die alle anderen um Längen schlägt wenn es darum geht was die positive Wirkung auf den Menschen betrifft? Nein? Dann haben Sie genau jetzt Riesenglück, denn Sie lesen vom Orange-Effekt.
Schon vor vielen hundert
Jahren kamen Menschen diesem Phänomen auf die Spur, die Anooi, ein Indianerstamm
der im heutigen, südlichen Wyoming angesiedelt war. Ende des 19. Jahrhunderts
wurden sie allerdings von den vorstürmenden Weißen buchstäblich
ausgelöscht. Eine Eigenart der Anooi war Ihre Kultur der Fortpflanzung.
Dabei verwendeten sie bis zum 50.Lebensjahr des Mannes Kondome aus feinstem
Bisamleder. Erst ab diesem fortgeschrittenen Alter durften die Männer Kinder
zeugen. Ihr Glaube war, dass erst das Blut eines reifen Mannes sich vervielfältigen
dürfe. Nach unserer Kultur könnte das so gedeutet werden, dass so
nur die besten Erbgutträger ihre Gene weitergeben. Ein Ergebnis dieser
Kultur war, dass der Stamm nie stark wuchs und deshalb zu leicht von den nach
Westen drängenden Weißen vernichtet werden konnte. Ein anderes Ergebnis
kam durch neuzeitliche Forschungen zutage: Die Anooi wurden in ihrer Hochblüte,
in unserem Mittelalter, uralt, 150 Jahre war nicht außergewöhnlich,
Spitzenwerte waren fast 200 Jahre. Dass sie trotzdem ausgestorben sind ist ein
perverses Paradoxon der Natur.
Die Forschungen wurden nicht nur vom Psychologieprofessor John M. Buckley an
der Stapleton University in San Diego sondern auch vom Finnen Arto Koivisto
an der Universität in Turku vorangetrieben.
Das Ergebnis war so banal wie verblüffend: Ihr hohes Alter und ihr Wohlbefinden
verdanken die Anooi der Farbe Orange. Weil sie so alt werden brauchen sie zur
Stammeserhaltung auch nicht so viele Kinder zu zeugen, können sich auf
wenige beschränken, denen sie aber das bestmögliche Erbgut mitgeben.
Ihrer Ansicht nach ist das eben gutes Erbgut, wenn einer 50 wird und dann noch
zeugungsfähig ist.
Warum Orange? Zuerst kamen Buckley und Koivisto unabhängig voneinander
zur Erkenntnis, dass die Farbe Orange aufgrund Ihrer Frequenz auf den Menschen
positiv wirkt. Licht hat eine bestimmte Frequenz, genaugenommen eine gewisse
Bandbreite. Jede Farbe hat eine andere Frequenz. Genau die Frequenz von Orange
ist es, die den menschlichen Körper in positive Schwingungen versetzt,
speziell die inneren Organe. Haben Sie sich schon einmal gefragt warum jeder
Mensch Sonnenauf- und -untergänge so liebt? Jeder fühlt sich instinktiv
von dem orange Licht angezogen. Wir suchen dieses Wohlgefühl. Wer sich
mit mehr Orange umgibt, hat dieses Wohlgefühl ständig, bzw. leichter.
Die Anooi haben dies getan. Der Anfang dafür lag wie so oft in einem Zufall.
Ein wertloser stacheliger Strauch, der hauptsächlich im südlichen
Wyoming wächst, hat alle fünf Jahre orange Blüten aus dem die
Anooi Farbstoff gewonnen haben. Manche trugen deshalb orange Kleidung, andere
anders farbige. Über Generationen ergab es sich, dass gerade diese älter
wurden und auch zeugungsfähiger waren die orange bevorzugten. Moderne Ärzte
werden entgegnen, dass das Erbgut von älteren Männern gar nicht mehr
so gut, sondern öfter "fehlerhaft" ist. Selbst dagegen führte
Robert Robbins (Sonora University Tucson/Arizona) den Gegenbeweis, dass unter
bestimmten positiven Umständen die Samen von bis zu 70 Jahre alten Männern
tatsächlich keine Gendefekte aufweisen.
Nach unserem Verständnis der Evolution war die Farbe ein selektionierendes
Kriterium geworden. Das erkannten natürlich auch die Anooi und umgaben
sich zum Großteil mit orange Farbtönen. Wie vieles andere wurde diese
Erkenntnis von unserer Kultur niedergewalzt und vergessen.
Buckley und Koivisto ist es zu verdanken, dass wir den Orange-Effekt wieder
nutzen können. Die "Elite" der Buddhisten, von den Bettelmönchen
hierarchisch aufwärts nutzen diese Erkenntnisse. Ob sie orange bewusst
oder unbewusst einsetzen ist mir nicht bekannt, aber auf jeden Fall halten sie
diese Farbe für sich mehr oder weniger "reserviert". Ich glaube,
dass die wirklich Wissenden des Buddhismus genau wissen was sie an Orange als
Lebenselixier haben, und es deshalb zur eigenen Besserstellung sehr bewusst
vom "niederen Volk" fernhalten. Wissen ist eben Macht - das ist eben
ein Grundsatz in jeder Kultur und in jeder Religion, wie auch immer diese sich
darstellt.
Instinktiv haben es die Hippies richtig vorexerziert, orange Farben waren in
dieser "Kultur" stark vertreten. Sie wurden aber als nicht gesellschaftsfähig
abqualifiziert und konnten ihre Überlegenheit in der Evolution nicht unter
Beweis stellen. Denn unsere Kultur erlaubt es jedem sich jederzeit fortzupflanzen.
Das möchte ich auch gar nicht in Frage stellen.
Allerdings sollte jeder für sich den Orange-Effekt ganz bewusst einsetzen.
Wie alle guten Mittel aber dosiert. Zuviel tut nirgends gut, auch nicht bei
Orange. Obwohl Buckley seit 4 Jahren mit Studenten Experimente macht, wo selbst
bei "exzessivem Genuß" von Orange keinerlei Nebenwirkungen aufgetreten
sind. Aber grundsätzlich ist anzumerken, dass ein orange Kleidungsstück
reicht. Und wenn es nur ein Krawatte mit orange Farbtönen ist, oder ein
orange Taschentuch, dass man bei einem Meeting schnell einmal hervorholt und
genussvoll lange verwendet.
Ich bitte den Leser an dieser Stelle vielmals um Entschuldigung, sorry, wirklich.
Diese ganze Geschichte vom Orange-Effekt ist von vorn bis hinten erstunken und
erlogen. Ich wollte Sie damit nicht verarschen, nein. Ich wollte einfach nur
aufzeigen wie weit man gehen kann. Wenn man die richtigen Worte verwendet kann
man jeden Humbug so verkaufen, dass man es allzu gerne glaubt. Da eine alte,
ausgestorbene Kultur, dort ein Wissenschaftler und eine fremdländische
Universität, verknüpft mit richtigen Beobachtungen wie einem stimmungsvollen
Sonnenuntergang und orange Kutten einer sagenumwobenen Religion, quasi als Wahrheitsbeweis.
Zu oft wird uns Nonsens als einzige Wahrheit verkauft. Immer muss dann folgende
Aussage herhalten "...aber wenn es hilft, dann ist doch alles okay".
Finde ich nicht, speziell wenn es um Geld geht, die man für die Leichtgläubigkeit
bezahlt. Aber wenn man schwere Probleme hat, mit dem Rücken zur Wand steht,
dann wird man schon einmal leichtgläubig.
Bitte seien Sie kritisch. Auch mir gegenüber, obwohl ich Ihnen verspreche,
dass ich Sie in diesem Buch nie mehr bewusst aufs Glatteis führen werde.
Ich nehme für mich nicht in Anspruch "die Weisheit mit dem Löffel
gefressen zu haben". So anmassend sollte keiner sein.
Ich habe nur mit meiner beschriebenen Methodik kugus schier Unvorstellbares
erreicht, und das bei bester Gesundheit und einer erfüllten Partnerschaft.